16.Reisebericht                Fahrt in die Hochalpen

vom Dienstag, 01.10.2002

 

Unser Freund Karli holte uns um 08.00 h vom Campingplatz  „Paradis-Plage“  ab und los ging es.

Über die Autobahn Richtung Lausanne. Es war neblig und die Sicht dementsprechend schlecht. Nach einer Fahrtstunde kamen wir zum Genfer See. Der Nebel war wie weggeblasen. Wir fuhren in Richtung  Sierre. In der Nähe von Montreux eine kurze Rast. Vom dortigen Parkplatz hatte man eine Wunderbare Sicht auf den Genfer See und auf die französischen Alpen. Ein paar Fotos noch schnell und weiter ging es.

 

 Über Martigny  auf der A 9 im Rhonetal bis Sierre. Dann weiter auf der Bundesstraße, die Autobahn war dort zu Ende. Eine landschaftlich wunderschöne Gegend. Unser  Reiseführer Karli erzählte uns die Besonderheiten dieser Gegend während der Fahrt. Vor allen Dingen über den Weinanbau, Herstellung von speziellem Käse für Fondue und über vieles mehr. Dadurch, dass ich nicht fahren musste, konnte ich die Landschaft genießen und nebenbei auch mit der Videokamera ein paar Meter Film aufnehmen. Auch mit unserem Wohnmobil kann man diese Strecke gut fahren. Die Straße ist gut ausgebaut und bislang ohne große Steigungen. Wir fuhren bis Visp und bogen dann ab nach  Saas Fee* .
Nun ging es stetig bergauf und manchmal war es auch schon recht eng, aber immer noch gut zu fahren. Bis Saas Fee gab es drei Steigungen mit mehr als 10 %. Sobald waren wir dann angekommen. Gleich am Ortseingang ist ein Wohnmobilstellplatz, es ist gut dies zu wissen. In Saas Fee sind Autos verboten. Alle Motorfahrzeuge müssen eingangs der Ortschaft in das recht große Parkhaus untergestellt werden. Auch wir stellten unser Fahrzeug ab und gingen zu fuß in den Ort. Das Wetter war einfach super. Strahlend blauer Himmel. Die Berge ringsherum  (13  Gipfel über 4.000 m) mit den schneebedeckten Spitzen leuchteten in der Sonne. Die Gletscher reichen fast bis an den Ort heran. Der höchste Berg der Schweiz der DOM  (4.545 m) lag direkt vor uns im Sonnenlicht.

Nachdem wir uns alles angesehen hatte und auch ein paar Fotos im Kasten hatten, grummelte es in der  Magengegend. Also: Essen. Wir studierten die Speisekarten ringsherum, bis wir endlich das richtige Restaurante für  uns gefunden hatten. Teuer war es so ziemlich überall.

Wir nahmen auf der Restaurantterrasse in der  Sonne platz. Die  Sonne schien recht stark, man musste aufpassen, um keinen  Sonnenbrand zu bekommen.  Wir bestellten uns ein typisches Gericht: Eine Oberwalliser  Fleischplatte. Sie bestand aus getrocknetem Rinderfilet, Räucherspeck, Schinken, Käse mit Brot und bei bisschen Salat. Ich muss sagen,  es schmeckte köstlich. Aber es hatte auch seinen Preis: p.P. 26.-CHF (ca. 20.-€). Für eine Kleinigkeit so nebenbei ganz schön teuer.

 

Nach dem Essen fuhren wir weiter, d.h. wieder zurück, weil Saas Fee eine Sackgasse ist. Dort geht es nicht weiter.  Also zurück bis Visp und dann rauf zum Grimselpass.

Auf der Bundesstraße 19 über Brig ging es dann bald nur noch in Serpentinen zum  Grimselpass hoch. Es war schön anzusehen. Sogar ein paar durchtrainierte  Radfahrer fuhren diesen Pass hoch. Immerhin hat er doch ein Höhe von 2165 m. Unterwegs hielten wir kurz an, um den Rhonegletscher anzuschauen. Hier entspringt die Rhone, die bei Marseilles ins Mittelmeer fließt. Auf der Passhöhe  lag reichlich Schnee. Wir machten eine Pause. Ein paar Fotos, eine Schneeballschlacht und schon ging es weiter.

 

Es ging abwärts Richtung Grindelwald und Bern durch das Haslital. Am Straßenrand der Passstrasse waren riesige Eiszapfen, mitunter länger als 2 m. Wenn die abreißen und auf einen Pkw fallen,  möchte ich nicht gerade da lang fahren. Wir kamen gut durch, ohne einen Stau. So gegen 18.00 Uhr waren wir wieder auf dem Campingplatz. Diese Tagestour hat uns sehr beeindruckt und wir werden noch lange von zehren. Dafür nochmals recht herzlichen Dank an Karli. Um diesen Tag gebührlich abzuschließen, sind wir gemeinsam mit Elisabeth Essen gegangen  Es war ein wunderbarer Tag, den wir nie vergessen werden.

*Was sagt uns nun Saas Fee:

Es ist ein kleiner Ort am Ende einer Straße in Richtung Italien. Es wohnen dort ca. 1600 Leute. Er liegt 1790 m hoch und ist von Gletschern umgeben. Die Leute leben vom Tourismus. Es werden im Jahr (Sommer wie Winter) ca. 850.000 Übernachtungen gezählt.

 Ein Pfarrer, Johann Josef IMSENG, war zwischen 1806 und 1869 hier ansässig. Er gilt als der Erfinder des Skifahrens in der Schweiz. Saas Fee hat keine Autos, nur Elektrowagen. Rings herum gibt es 13 Gipfel über 4.000 m. Auch der höchste Berg des Schweiz, der DOM (4.545 m) ist hier. Es gibt mehr als 100 km Piste, 20 km Gletscherpisten (wichtig für den Sommerskifahrer). Das weltweit höchste Drehrestaurante und vieles Andere mehr. Weitere Auskünfte über Saas Fee-Tourismus: CH – 3906 Saas Fee (0041/27) 9581858, E-Mail: to@saas-fee.ch, www.saas-fee.ch